Monat: Mai 2014

Taube Ratte?

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Nein, Ratten sind nicht taub und nein, ich glaube nicht, dass dieses Warnschild verstanden wird. Was heißt, ich glaube nicht… Gestern, als ich Richtung Kongressbad radelte, um die Badesaison zu eröffnen, passierte ich den Schuhmeier Platz. Ein Platz mit Bolzkäfig, diversen Turngeräten, Volleyballnetz und Kleinstgrünflächen. Bei jeder Baumscheibe wurde ein Schild angepracht und ich sah, wie eine Mutter mit einem Brotsack direkt neben dem Schild saß, während ihr Kind inmitten von Tauben tollte und fleißig Brot verteilte. Ein schönes Bild, das ich leider nicht fotografieren aber im Vorbeifahren registrieren konnte. Vielleicht füttert die Familie ja auch Ratten. Vielleicht würde diese Argumentation auch reichen, um der Strafe zu entgehen, denn ob Rattenfüttern per Strafe verboten ist, ist zumindest nicht klar. Wie auch immer – Wolpertinger allüberall!
Und die Objekte, Bilder und Texttafeln von Sabine Freitag und Markus Köhle sind noch immer zu entdecken im 7. Bezirk (siehe Karte weiter unten oder am Siebensternplatz im Schaukasten).

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Kanigel

Kanigel
Momentan kann man wirklich überall Wolpertingern begegnen. Das Werbeplakat, das auf das Leid der Schmetterlingskinder hinweist, ist nur ein Beispiel. Seit Montag sind auch sämtliche Grünflächen Wiens mit einem Wolpertinger-Warnschild (Rattentaube) versehen und wenn man ins MUSA geht, kann man dort u. a. ein Wolfschaf von Deborah Sengl sehen.

KUHU ihr wetterfesten Wolpertingerschnitzeljäger

Kuhu_stehendEs ist Samstag und das Wetter ist uns egal. Sprühregen – pah! Kann uns nichts anhaben. Wir haben eine dicke Haut und ein sonniges Gemüt. Wir sind unerschrockene Wesen und abenteuerlustig. Ja, wir lieben Kaffee und treffen uns deshalb um 15 Uhr bei den Salatpiraten im Co Space. Dort gibt es besten Stoff und die Espressomaschine sorgt für wohlige Wärme. Wir tanken Koffein, Jagdinfo und Mut und los geht’s!

Die Karte wird ausgehändigt, die Spannung steigt, die Verwirrung auch: „Gecko am Eck“, „Bambus in Sicht“? Tja, da wird schon mal Schilf zu Bambus – alles der Verfremdung wegen. Aber zurück zum Start. Noch soll hier nicht zu viel verraten werden, denn wenn der Sturm oder Wochenendvandalen die Skulpturen und Schautafeln noch nicht fortgetragen haben, sollten sie ja noch vor Ort sein – an sechs Plätzen im 7. Bezirk. Die offizielle Wolpertingerschnitzeljagdschautafel mit Karte und Info steht am Siebensternplatz und wird demnächst auch hier im Netz veröffentlicht. Um Lust auf die Jagd zu machen – ja, es regnet noch immer, ich weiß – sei hier das Flyer-Tier präsentiert. In Wort (Markus Köhle) und Bild (Sabine Freitag).

KUHU
Der Kuhu hat große Augen und einen unverkennbaren Ruf: „Muhu, muhu, muhu“, macht der Kuhu wenn er sich wohlfühlt, in Stresssituationen entfährt ihm schon mal ein flatterhaftes „U-hui!“ und seine Milch wird sauer. Der Kuhu gibt graue Nachtschattenmilch die keine Haut aber einen Flaum bildet, den Feinschmeckerkreise in Kombination mit gargekochten Erdknollengewächsen als zart-herbe Spezialität schätzen. Der Kuhu ist ein Zitzenflügler und Paarhufkraller.
Er gilt als ungemein klug und gleichermaßen u-affin wie u-fixiert. Kuhu_ZungeDemzufolge mundet dem Kuhu Mus in allen Formen. Der Kuhu hat eine unterarmdicke, äußerst schlabberflinke Zunge die sofort wieder nachwächst, wenn sie mal bricht. Fühlt sich der Kuhu bedroht, verschluckt er seine Zunge und erbricht sie dann später.
Bei den Unguren (einer geheimen ungarischen Volksgruppe) ist getrocknete, gebrochene Kuhu-Zunge ein traditionelles Hochzeitsgericht. Hierzulande hält sich der Kuhu nur im Untergrund und unter Umständen auf.

Mogelspinne

Ab heute wird es hier alle paar Tage einen neuen Wolpertinger oder Hinweise zur Wolpertingerschnitzeljagd am 17. Mai 2014 geben. Wir starten mit einem Aufruf das folgende Tierchen zu visualisieren. Egal in welcher Form. Wir freuen uns auf Zusendungen (koehleATbacklab.at) und für die überzeugendste Mogelspinne wird es einen Preis (der natürlich nicht verraten, aber am 17.5. überreicht wird) geben. Viel Vergnügen und bis bald.

Die Mogelspinne gibt es gar nicht. Die Mogelspinne ist eigentlich ein Tarantelch, hat aber den letzten Tarantelch-Test nicht bestanden und gibt sich seither als Mogelspinne aus. Der Tarantelch war schon mit 80 km/h neben der Spur und kippte. 80 durch acht Beine sowie zwei mal Geweih ergibt fast nichts. Außerdem knickte beim Test der Überfallbügel und der Fallschirm klemmte. Mehr Durchfall geht gar nicht. Dem Tarantelch wurde daraufhin die Lizenz zum Spinnen entzogen und seine Walter PK der Caritas gespendet. Seither ist der Tarantelch untergetaucht. Der MI6, der WMF und die Vier Pfoten können nichts dagegen tun. Denn blaues Blut ist bekanntlich dicker als Nudelsuppe und der Tarantelch scheint mit den höchsten adeligen Kreisen versponnen zu sein. Aber früher oder später wird er oder sie irgendwo ins Netz gehen und dann wird ohne Gnade mit der Zeitung zugeschlagen. Denn die Boulevardpresse hat schon andere Kaliber fertig gemacht.