Monat: September 2016

Wolpertinger must go home!

Danke Schule für Dichtung für die vorübergehende Bleibe. Die Wolpertinger haben sich sehr wohl gefühlt in eurem bescheidenen Heim. Jetzt sind sie wieder zurückgekehrt ins heimatliche Nest. Und ja, sie haben sich vermehrt. Die AusstellungsbesucherInnen haben der Aufforderung folgegeleistet und ganze zehn neue Wolpertinger ins Lebens gerufen.

Wie nedsc06709hmen also in die Familie auf: Den Karnickelefant (dauernd am Rammeltröten), den Kariesel (schlechte Zähne, macht Au-A, statt I-Ah), den Flamingockel (stolz, erhaben, pink-gelb-gestreift), den Tigerpel (das hässliche Entlein unter den Raubkatzen, watschelt gut aber ist eher wenig furcheinflößend), den/die Feigepard (ist ein Zwitter und etwas jagdlahm), den Sauerhahn (der Grantler unter den Fasanfängern seiner Zunft), das Rumpelwölfchen (ist im falschen Märchen), das Käferkel (hat’s mit der schweinischen Seite Kafkas), der Ziegepard (hat einen sehr schnellen Bartwuchs) und der Pumadler.
Die beiden letzten neuen Familienmitglieder wurden sogar schon gezeichnet (Pumadler von Aris und Ziegepard – links im Bild – von Nepheli – vielen Dank!). Zunächst sei der Pumadler etwas näher vorgestellt.


dsc06708Der Pumadler ist ein Schleichflieger. Er lebt auf großem Fuß und in hohen Horsten. Seine Greifarme haben ihn reich gemacht, seine Greifbeine laufen gut. Der Pumadler hat eine enorme Flügelspannweite und breite Füße, die die Krallen den Pranken zu verdanken haben. Der Pumadler ist ein Fellfederling und ein gefürchteter Jäger. Er schießt nicht, er scheißt. Er scheißt seine Opfer im Sturzflug zu. Die Kotattacke lähmt seine Beute, dann greift er zu und bringt das Jagdgut seinem Horst. Der Pumadler mag seinen Horst und versorgt ihn reich mit kotveredelter Beute. Die dermaßen konservierten Beutetiere bleiben in ihrem Kotmantel lange frisch. Der Horst dankt ihm diese Versorgungsfürsorglichkeit mit Sicher- und Geborgenheit. In einem Pumadlerhorst herrscht nie Nahrungsmittelknappheit. Den Pumadler haben seine Schnappgrifffangarme reich gemacht, überdies haben Pumadler gute Verträge mit Sportartikelherstellern und sind beliebte Werbetestemonials. Gerüchten zufolge ist der Pumadler als neues Wappentier Österreichs im Gespräch.